Lycos-Datenbank um 5,5 Millionen Adressen bereinigt
In Datenbanken wie bei Lycos und anderen Internetportalen finden sich viele Registrierungen, mit denen ein Unternehmen nicht viel anfangen kann.
Neuss, 23.07.2004
Aus Angst, zu viel über sich preis zu geben, werden Kosenamen eingegeben und falsche Angaben zu Straße, PLZ und Ort gemacht - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Einer Mickey Mouse aus Entenhausen kann allerdings kein relevanter und indivdidueller Service angeboten werden. Dazu sind korrekte Angaben von qualifizierten Usern erforderlich, die auch erreichbar sind.
In den letzten 5 Jahren sammelte sich bei Lycos ein Registrierungsvolumen von 7,5 Mio Adressen an. Die Korrektur und Filterung der Adressen, die für Direktmarketing-Aktionen genutzt werden können war eine Aufgabe für microm.
Die Adressbereinigung wurde in mehreren Schritten durchgeführt:
Grobbereinigung der Datensätze, bei denen Straße, PLZ und Ort mit sinnlosen Eingaben gefüllt wurden.
Postalische Korrektur der verbliebenen Adressen.
Kosmetische Bereinigung wie Groß-Klein-Schreibung, Überprüfung der Namens- logik, Identifikation von fehlenden Schreibweisen, Überprüfung der Anrede etc.
Namensüberprüfung: Identifikation und Löschung leerer oder unplausibler Nachnamensfelder.
Dublettenbereinigung
Abgleich gegen Umzugsliste, Sterbedatei und Werbeverweigerer
Zunächst ein erschreckendes Ergebnis, was von 7,5 Mio. Datensätzen übrig bleibt. Doch die Bereinigung zahlt sich schnell aus. Ab sofort nutzt Lycos diese Adressen für individuellen Kunden-Service sowie gezielte Cross- und Up-Selling-Maßnahmen, um den einzelnen Kundenwert zu steigern.
In Zukunft wird auch diese Adressmenge weiter profiliert. Microm ist dabei durch Scoring die DSL-affinen Lycos-Nutzer zu identifizieren, damit die angestrebten Direktmarketing-Maßnahmen ohne Streuverluste wirtschaftlich durchgeführt und hohe Conversion Raten erzielt werden können.
Um in Zukunft eine weitere "Verschmutzung" der Datenbank zu verhindern, wird Lycos die automatische Validierung der Adressen direkt bei der Eingabe verfeinern. Beispielsweise wird geprüft, ob die PLZ wirklich der angegebenen Stadt zuzuordnen ist. Außerdem werden korrekte Eingaben incentiviert. Das kann beispielsweise durch Gewinnspiele erfolgen. Auch die regelmäßige Korrespondenz mit den Usern wird die Datenbank aktuell halten. Nicht erreichbare Adressen werden so schnell erkannt, bzw. Änderungen aktiv von den Usern mitgeteilt.
Was im Fall Lycos blieb war eine für Direktmarketing-Aktionen verwertbare Menge von ca. 2 Mio. Adressen. Allein bei der Grobbereinigung fielen schon 3 Mio. Adressen durch "Phantasie-Einträge" weg. Bei der postalischen Bereinigung mussten noch mal 15% der Datensätze aussortiert werden sowie weitere ca. 60.000 Dubletten.
Herausgeber: microm Micromarketing-Systeme und Consult GmbH