Krisenbewältigung im Data Mining - Der nutzenorientierte Einsatz microgeographischer Daten bei T-Com
Angefangen hat alles mit einer Standardaufgabe. Es sollte ein Affinitätsmodell zur Vermarktung des Familientarifs entwickelt werden, was mit den Daten, die der T-Com intern zur Verfügung stehen, ein Leichtes sein müsste.
Neuss, 11.05.2005
Durch die Auswertung eigener Kundendaten aus dem Billingsystem,
der Vertragsverwaltung und der Kundenpflege konnte schnell ermittelt werden, wer
den Tarif nicht braucht – leider nicht, wer ihn braucht. Es ließ sich aber
herauslesen, dass das Alter, neben den Umsätzen, eine tragende Rolle spielt. Man
testete verschiedene Methoden und nach etlichen Versuchen, Derivaten und
Korrekturen war das Ergebnis immer noch nicht zufriedenstellend.
Jetzt war Ursachenforschung gefragt! War es fehlendes
Analyse-Know-how, fehlten relevante Daten oder beides? Definitiv haperte es bei
der Familienerkennung. Alter und Umsatz reichten dazu nicht aus und der
Erklärungsanteil der restlichen Variablen war zu gering. Es fehlten also noch
Puzzleteile, aber welche?
Zu diesem Zeitpunkt kam microm ins Spiel und lieferte eine ganze
Reihe weiterer Puzzleteile, deren Passgenauigkeit zu prüfen war. Nach einer
ersten univariaten Betrachtung war klar, dass einige MOSAIC Daten einen
entscheidenden Mehrwert zur Erklärung beisteuern würden. Vor allem durch die
Vornamensanalyse wurden Lücken in den Altersdaten der T-Com geschlossen und
somit in der Modellanwendung ein wesentlicher Anteil zusätzlicher Adressen nach
Ihrem Alter bewertet. Weitere Puzzleteile mit hoher Aussagekraft waren die
Variablen Familienstruktur, Haustyp und MOSAIC Typ.
Das Resultat: Die microgeographischen Daten konnten einen
entscheidenden Erklärungsbeitrag leisten und waren Voraussetzung für eine
Verbesserung des Modells. Potenziale konnten besser erkannt und damit besser
ausgeschöpft werden.
Herausgeber: microm Micromarketing-Systeme und Consult GmbH