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Bonitätsprüfung bei Talkline: 13% mehr Sicherheit durch microgeographische Daten
Bonitätsprüfung bei Talkline: 13% mehr Sicherheit durch microgeographische Daten
Zahlungsschwierigkeiten oder Betrug – die Schäden, die jährlich in der Telekommunikation entstehen, gehen in die Milliarden. Der Mobilfunkanbieter Talkline versucht mit Hilfe von microgeographischen Daten, seinen Forderungsausfall in Grenzen zu halten.
Neuss, 01.09.2005
Talkline ist als Service-Provider ohne eigene Netztechnik von den
Netzbetreibern abhängig und versucht sich durch eine qualifizierte
Kundenbetreuung und einen besseren Kundenservice im Markt zu behaupten, um die
Marge pro Kunde zu steigern.
Doch nicht nur der Service muss stimmen, um ein
gutes EBITDA erwirtschaften zu können, sondern auch die Bezahlung der Services
muss sichergestellt werden. Für Telekommunikationsanbieter ist der Begriff
„Revenue Assurance“ bereits seit Jahren ein Thema, und die Verhinderung von
Forderungsausfällen durch unbezahlte Rechnungen oder Betrug hat eine hohe
Priorität.
Verschiedene Studien weltweit zeigen, dass in der Telekommunikation
über 10 % des Umsatzes jährlich verloren gehen können, wenn keine Maßnahmen
gegen Betrug und Forderungsausfall ergriffen werden.

Abbildung: Die Verteilung der Anstragsteller aus einem Jahr über alle Risikoklassen (1
bis 9) hinweg - unterschieden nach Ost und West
Die deutsche Telekommunikationsbranche ist seit Jahren durch ein stürmisches
Kundenwachstum geprägt, und trotz vieler Berichte über eine Marktsättigung ist
das Wachstum auch 2005 ungebremst. Es lässt sich aber feststellen, dass die
Bonität der Kunden mit zunehmender Marktsättigung schlechter wird. Eine
Möglichkeit, den zukünftigen Umsatz zu sichern, ist die Bonitätsprüfung von
Neukunden bei Antragstellung. Im Rahmen des Freischaltungsprozesses ist die
Bonitätsentscheidung bei der Antragsprüfung die zentrale Funktionalität.
Die
Kreditklasse des Antragstellers wird bei Talkline vollautomatisiert innerhalb
von Sekunden bestimmt. Die Aufgabe aus Bonitätssicht besteht darin, das
zukünftige Risiko der Kundenbeziehung möglichst treffsicher einzuschätzen. Für
diese Aufgabe stehen außer den Antragsdaten des Kunden meist nur spärliche
Informationen zur Verfügung. Aus diesem Grund hat Talkline mit Hilfe der
Integration von MOSAIC-Variablen eine breitere Datenbasis für eine genauere
Risikoentscheidung geschaffen. Auf Basis der Kundenadresse werden die MOSAIC
Daten in die Risiko-Scorecard integriert.
Der Fortschritt zeigt sich in der Verbesserung der Trennschärfe um 13 % des
resultierenden Risikowertes durch die Anreicherung der Antragsdaten mit MOSAIC.
Der Risikowert dient bei Talkline als Grundlage für alle weiteren Systeme und
Prozesse zur Risikominimierung und Umsatzsicherung. Aber nicht nur das Risiko
kann durch den Einsatz von microgeographischen Informationen reduziert werden.
Auch der Umsatz soll durch den gezielten Einsatz von Marketing-Maßnahmen
gesteigert werden. In Zukunft wird Talkline versuchen, durch die zusätzliche
Qualifizierung seiner Kundenadressen weitere Möglichkeiten für eine nachhaltige
Umsatzsteigerung zu finden.
Zum Autor
Thorsten Köpp
Er leitet seit 1998 den Fachbereich Debitorenmanagement bei der Talkline GmbH
& Co. KG. Er ist unter anderem verantwortlich für die Festlegung der
Bonitätskriterien im Privat- und Geschäftskundengeschäft.
Herausgeber: microm Micromarketing-Systeme und Consult GmbH
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