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Prekariat oder Upper Class?
Prekariat oder Upper Class?
microm liefert Modell zur Identifizierung sozialer Schichten in der Gesellschaft
Neuss, 14.03.2007
Ob Upper Class und exklusive Nachbarschaft oder Prekariat in städtischen
Problemgebieten: Die zunehmende Trennung zwischen arm und reich in Deutschland
lässt sich inzwischen auch räumlich nachverfolgen. Während auf der einen Seite
der Wohlstand wächst, nehmen die Existenznöte der sozial Schwachen immer
drastischere Formen an. Arbeitslosigkeit und Zahlungsunfähigkeit sind zwei
offensichtliche Merkmale des sozialen Abstiegs.
Diese zunehmende Polarisierung prägt immer mehr das Bild unserer Städte und
Dörfer. Einerseits begrüßt die Wirtschaft den wachsenden Markt für Luxuswaren -
andererseits stehen die öffentlichen Kassen vor der Aufgabe, die ohnehin knappen
Mittel richtig zu verteilen. Gut ist es da zu wissen, wo die Jaguar-Werbung mehr
als Neid erzeugt und wo die Problemgebiete sind, die gefördert werden müssen.
Der Informations- und Analysedienstleister Microm, ein Unternehmen der
Creditreform-Gruppe, mit Sitz in Neuss hat dazu ein Modell entwickelt, das eine
Unterscheidung verschiedener Schichten in der Bevölkerung ermöglicht. Dieser von
Microm entwickelte „Soziale Status“ ist unter anderem auch mit dem
Soziooekonomischen Panel (SOEP) des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung
verknüpft und dort durch den Abgleich mit weiteren wissenschaftlichen
Statusindikatoren bestätigt worden.
Neben diesem allgemeinen Statusindikator können nun auch weitere Gruppen, die
zur Schichtung unserer Gesellschaft beitragen, differenziert werden. Beispiele
dafür sind Akademiker, Selbständige, Haushalte in exklusiven Nachbarschaften,
Gebiete mit hohem Anteil des Prekariats und hohen Arbeitslosenquoten. Die
Berechnung dieser Informationen basiert auf amtlichen Quellen und dem Datenpool
von Creditreform. Anhand weiterer Merkmale aus den Microm-Datenbanken wird eine
Hochrechnung vorgenommen, die flächendeckende und repräsentative Aussagen für
ganz Deutschland ermöglichen.
Das Merkmal „Exklusive Nachbarschaft“ setzt sich beispielsweise zusammen aus
Informationen über Vorstände, Geschäftsführer und Unternehmensbeteiligte sowie
weitere statushohe Eigenschaften, die in die Berechnung mit einfließen. Dabei
wird das Umfeld eines solchen Haushalts sehr genau unter die Lupe genommen: Wie
ist die Wohngegend strukturiert? Wie hoch ist der Status im näheren Umfeld? Um
welchen Haustyp handelt es sich?
Das „Prekariat“ hingegen ist geprägt durch geringes Einkommen, geringfügige
Bildung und berufliche Qualifikation sowie hohe Arbeitslosigkeit. Angehörige
dieser sozial schwachen Schicht sind meist stark abhängig von sozialen
Leistungen. Umso wichtiger ist es deshalb, in solchen Gebieten gezielt
Reintegrations- und Qualifizierungsmaßnahmen anzubieten und zum Beispiel die
Förderung jugendlicher Arbeitsloser zu verstärken.
Pressemitteilung im Word-Format (DOC, 686 KB)
Herausgeber: microm Micromarketing-Systeme und Consult GmbH
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