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Dramatischer Rückgang: Die großen Konfessionen im Überblick
Dramatischer Rückgang: Die großen Konfessionen im Überblick
Neuss, 03.09.2007
Erstmals seit der Volkszählung 1987 können flächendeckend für ganz Deutschland die Anteile der Konfessionen römisch-katholisch und evangelisch auf Gemeindeebene ausgewiesen werden. Basis dafür bilden die Volkszählungsdaten, die microm mittels unterschiedlicher Quellen fortgeschrieben hat.
Die Verteilung der Konfessionen in Deutschland zeigt heute immer noch ein Bild tief verwurzelter Traditionen. Während in Norddeutschland die Anhänger der evangelischen Kirche überwiegen, ist die Bevölkerung in Süddeutschland überwiegend katholisch geprägt. In der Mitte hat jedoch eine starke Durchmischung stattgefunden: Während in den westlichen Bundesländern die Spuren der Reformation und des 30-jährigen Krieges zu erkennen sind, ist im Gebiet der ehemaligen DDR die sozialistische Überformung deutlich spürbar.
Trotz der recht stabilen geographischen Verteilung bei den beiden großen Konfessionen, ist ein dramatischer Rückgang der Mitglieder beider Lager spürbar. Im Jahr 1987 lagen die Anteile deutschlandweit noch bei 42,9 % römisch-katholischer und 41,6 % evangelischer Bevölkerung. Entsprechend den aktuellen Hochrechnungen von microm hat der Anteil der römisch-katholischen und der evangelischen Bevölkerung in der Bundesrepublik um jeweils ein Viertel abgenommen. Betrachtet man nur die alten Bundesländer, ist das Bild differenzierter. Hier hat der evangelische Anteil der Bevölkerung doppelt so stark abgenommen wie der der katholischen.
Herausgeber: microm Micromarketing-Systeme und Consult GmbH
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