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Archiv 2009
Saalesparkasse: Private Potenzialkunden identifizieren
Saalesparkasse
Private Potenzialkunden identifizieren
Neuss, 15.01.2009
Ausgangssituation und Zielsetzung
Die Saalesparkasse ist im vergangenen
Jahr aus der Stadt- und Saalekreissparkasse
Halle und der Kreissparkasse
Merseburg-Querfurt hervorgegangen
und zählt mit über 180.000 Privatkundenverbünden
zu den großen Sparkassen
in Ostdeutschland. Im Zuge der Fusion
wurden die beiden Alt-Kundensegmentierungen
im Privatkundengeschäft
harmonisiert. Ergebnis dieser Segmentierungsvereinheitlichung
war eine
klassische Pyramidenverteilung in A-, B- und
C-Kunden mit den entsprechenden
Betreuungsverantwortungen in den
dezentralen Filialen oder der zentralen
Individualkundenbetreuung.
Erfahrungsgemäß werden viele private
Potenzialkunden durch diese Verteilung
nur unzureichend erkannt, segmentiert
und entsprechend ihres Bedürfniskataloges
betreut.
Gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen
zeb/ und dem Unternehmen
microm hat sich die Saalesparkasse
diesem Problem gestellt und ein Verfahren
zur Erkennung und Priorisierung von
privaten Potenzialkunden umgesetzt.
Vorgehensweise
Als Basis für die Potenzialanalyse
diente eine Datenbank, bestehend
aus den Rohdaten der Sparkasse, die
vor allem Marktaufträge der FinanzIT
beinhalten. Diese „internen“ Daten
wurden mit „externem“ Datenmaterial,
den microgeographischen
Daten von
microm, angereichert. Mit Hilfe dieser
konsolidierten Datenbank wurden die
Potenzialkunden durch Aggregation der
Ergebnisse aus verschiedenen Analysemethoden
sehr flexibel ermittelt.
Fazit
Wesentliches Ergebnis der Potenzialanalyse
ist eine Scoringtabelle, in der alle
Kundenverbünde entsprechend ihrer
Potenziale bewertet und in ein Ranking
überführt wurden. Auf diese Weise hat
die Saalesparkasse Kundenverbünde
identifiziert – darunter auch Top- und
Individualkunden –, die durch herkömmliche
Selektionsmethoden verborgen
geblieben wären. Die Wahrscheinlichkeit,
dass die identifizierten Kunden
Potenzialkunden sind, wird ersten
Erkenntnissen zufolge zwischen 70 %
und 80 % liegen. Darüber hinaus konnte
durch diese Maßnahme folgender Nutzen
für die Saalesparkasse erzielt werden:
- Durch die Anwendung der verschiedenen
Analysenmethoden konnten
potenzielle Kundenverbünde für das
Individualkundensegment identifiziert
werden.
- Die Erweiterung der bisherigen
Datenbasis erhöht die Transparenz
über diese Kunden.
- Die Ergebnisse liefern der Vertriebsunterstützung
zusätzliche Informationen
für eine differenzierte Marktbearbeitung.
- Mit den Ergebnissen lässt sich die Umsetzung
von Produktkampagnen und
-themen bezogen auf die analysierten
Kundenverbünde optimieren.
- Insgesamt lassen sich mit den Ergebnissen
weitere Potenziale im unteren
Segment des Kundenbestands heben.
- Die Analyseergebnisse geben Anlass
dazu, für 2009 weitere Maßnahmen
zur Potenzialhebung im Bestandskundengeschäft
zu formulieren.
Dass sich die Suche nach Potenzialkunden
im eigenen Bestand für Sparkassen
lohnt, beweisen die Ergebnisse des
Projektes bei der Saalesparkasse. Die
Strategie der Bestandskundenidentifikation
und -durchdringung sollte somit für
viele Sparkassen hohe Priorität genießen.
Herausgeber: microm Micromarketing-Systeme und Consult GmbH
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